Vom Fußball zum Basketball: das Multitalent

Maximilian Stierlen steht in der Sporthalle seines Fußballvereins. Die letzten Minuten des Trainingsspiels sind angebrochen und Maximilian sieht den Ball auf sich zukommen. Er nimmt ihn ruhig an und dribbelt los Richtung Tor. Mehrere Gegner sind ihm noch im Weg, er kämpft, umrundet, wird schneller, ist nur noch wenige Meter vom Ziel entfernt und schießt – Tor! Der Ball ist tatsächlich im Netz gelandet, so knapp vor Spielende. Seine Mannschaftskameraden freuen sich mit Maximilian und begleiten ihn in Richtung Umkleidekabine. Trotz allem ist der Neunjährige etwas bedrückt. Fußball macht ihm viel Spaß. Erfolgreich ist er auch. Doch bald wird die Schule stressiger und zeitintensiver und er hat auch noch das Basketballtraining, das ihm sehr viel Spaß macht. Bald geht das alles nicht mehr, deshalb muss er sich entscheiden. Nur wofür?

Wie Maximilian sich letztendlich entschieden hat, wissen wir inzwischen: Basketball. Das war vor acht Jahren. Aktuell spielt der 17-jährige in der NBBL der Porsche BBA und ist damit ein sehr talentierter Nachwuchsspieler geworden. Die Entscheidung fiel ihm damals nicht leicht, bereut hat er sie aber nicht. Fußball spielt er auch heute noch gerne. Gelegentlich wird beim Aufwärmen im Training ein wenig gespielt, oft kickt er auch zusammen mit seinen Freunden in der Freizeit.

Wenn er dann mal Freizeit hat. Denn durch die vielen Trainings und die Schule ist Maximilian ganz schön eingespannt. Besonders in die Schule muss er gerade viel Zeit investieren, denn nächstes Jahr steht sein Abitur an. Gleichzeitig besucht er jeden Tag zwei- bis dreimal das Basketballtraining. „Das ist schon anstrengend. Ich habe an einem Tag oft Schule, Individualtraining, Krafttraining und Teamtraining. Es ist nicht einfach, das zu vereinbaren.“ Aber Maximilian hängt sich ordentlich rein. Für sein Hobby nimmt er auch in Kauf, dass er nicht so oft mit Freunden feiern gehen kann, wie es andere Jungs in seinem Alter tun. „In der Zeit, in der andere Freizeit haben, mache ich so viel wie möglich für die Schule. Ich versuche Basketball eben als mein Hobby zu sehen. Und die meisten meiner Freunde treffe ich ja auch im Training“, erklärt er.

Um so konsequent mit sich selbst zu sein, braucht man jedenfalls eine ordentliche Portion Ehrgeiz. Die hat Maximilian sich von den Profispielern abgeschaut. Ein richtiges Vorbild hat er dabei nicht: „Bei den Profis sehe ich, dass ich hart arbeiten und auf andere Sachen verzichten muss, um Erfolg zu haben. Mein Lieblingsbasketballspieler ist Stephen Curry von der NBA, aber ich will mir von allen etwas abschauen.“

Deshalb ist es ihm auch sehr wichtig, zusätzlich zu seiner Basketballkarriere noch eine Absicherung zu haben. Für seine guten schulischen Leistungen hat Maximilian in diesem Jahr den „Turbo2016“ bei der „Porsche Nacht der Talente“ bekommen. „Darauf bin ich sehr stolz“, meint er. „Man weiß nie, ob man den Sprung zum Profi überhaupt schafft oder sich vielleicht unglücklich verletzt und nicht mehr spielen kann.“ Deshalb arbeitet er weiter fleißig an seinen Noten, um sich nach dem Vorbild seines Vaters die Option des Medizinstudiums offenzuhalten. Ob es für die Bundesliga bei den MHP Riesen reicht, weiß er noch nicht. „Ich denke, dass ich noch sehr hart dafür arbeiten muss, um den Sprung zu schaffen und oft fehlt mir gerade einfach die Zeit und Kraft dafür.“

Um sich wieder zu regenerieren, kann Maximilian deshalb auch abschalten – einmal im Jahr. Jetzt nach Ende der Saison ist nämlich Freizeit angesagt und die möchte der Nachwuchsbasketballer genießen. Gleich Urlaube hat er geplant: zuerst mit seinem besten Freund nach Italien an den Strand und dann noch einmal mit seinen Eltern. Als einzige freie Zeit im Jahr versucht er die drei Wochen Ferien zu nutzen. Auch hier nimmt er sich ein Beispiel an den Profis: „Es ist wichtig, zwischendurch etwas anderes zu machen. Kein Training zu haben, ist man dann aber meistens gar nicht mehr gewohnt.“

Die Gewohnheit tritt allerdings schnell wieder ein, wenn das Training vor Beginn der neuen Saison in der sogenannten „Off-Season“ noch härter wird als sonst. Aber er möchte ja etwas erreichen: Am liebsten würde er neben dem Studium seinen Unterhalt in der Basketball-Bundesliga verdienen.

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