Perfektes Zeitmanagement auf ganzer Linie

Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen ist für viele eine große Herausforderung. Oftmals bleibt eines von beidem auf der Strecke. Nicht so bei den Gewinnern des Turbo2018 in der Kategorie „Beste schulische Leistung“. Die fünf Nachwuchsspieler der Porsche Jugendförderung „Turbo für Talente“ arbeiten hart auf ihre Ziele hin. Diese liegen zum Teil in schulischer Richtung, aber auch im Bereich Sport.

Louis Spindler – gute schulische Bildung ist die Voraussetzung für Topleistungen im Sport

Als Führungsspieler und Innenverteidiger bei den Stuttgarter Kickers ist Louis Spindler voll in seinem Element. „Ich versuche, der Mannschaft von hinten heraus zu helfen und den Spielaufbau maßgeblich mitzugestalten.“ Sortieren, planen und wichtige strategische Entscheidungen treffen – das machte Louis nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf dem Wirtemberg-Gymnasium. Nach seinem Abitur gibt es für ihn nun zwei Möglichkeiten: Studium oder Profifußball. „Ich halte mir beide Möglichkeiten offen und setze noch keine Priorität. Mit dem richtigen Zeitmanagement, der nötigen Motivation und Willen werde ich versuchen, den Schritt in den Profifußball zu schaffen und nebenbei zu studieren. Sollte es dann mit dem Profifußball nicht klappen, habe ich ein Studium in der Tasche und somit auch den Plan B.“ Wie ihm der Award geholfen hat, diese Entscheidung zu fällen? „Zwölf Jahre harte Arbeit in der Schule und im Sport wurden belohnt. Nicht nur mit einem Award, sondern auch damit, dass ich mich persönlich enorm weiterentwickeln konnte und nun weiß, dass ich Fußball und Studium auch in Zukunft unter einen Hut bekommen kann.“

Cedrik Platz – für die Kleinen ist er schon der Größte

Bereits mit drei Jahren hielt Cedrik einen Hockeyschläger in der Hand. Kein Wunder, denn die ganze Familie spielt Hockey und hat ihm somit die Leidenschaft für seinen Sport in die Wiege gelegt. Auch 16 Jahre später hat sich daran nichts geändert. Neben seiner Ausbildung zum Mechatroniker spielt Cedrik Platz von den Bietigheim Steelers immer noch aktiv Eishockey. Konzentration, Disziplin und Teamfähigkeit sind Eigenschaften, die er sich jahrelang im Eishockey antrainiert hat und die heute in seiner Ausbildung von Vorteil sind. „Ich bin froh, in diesen Bereich so viel Zeit investiert zu haben, denn es zahlt sich nun aus.“ Cedrik spielt heute in der Verteidigung und ist somit aktiv am Spielaufbau beteiligt. Acht Jahre hat er jedoch als Stürmer gespielt und gilt somit als echter Allrounder im Team der Steelers. „Schule und Sport sind für mich nicht trennbar. Ich liebe meinen Sport und muss deshalb alles darauf abstimmen. Nur mit dem richtigen Zeitmanagement und der ein oder anderen längeren Nacht ist das machbar. Umso mehr freut es mich, eine Auszeichnung dafür bekommen zu haben.“ Nach der Ausbildung wird es für ihn wohl im Bereich Mechatronik weitergehen: „Am liebsten Richtung Programmieren.“

Victor Stenz – maximale Leistung in Schule und Sport

Alle Aufgaben bestmöglich und zu seiner eigenen Zufriedenheit meistern. Eine Leitidee, die Victor nicht nur in der Schule beherzigt, sondern auch im Team der U19-Mannschaft von RB Leipzig. „Ob auf dem Platz oder in der Schule, ich will immer an meine Grenzen gehen und das Maximum herausholen.“ Diese Einstellung verhalf ihm nicht nur zu guten Noten und einer guten Leistung im Fußball, sondern auch zum „Turbo2018“ in der Kategorie „Beste schulische Leistung“. Als Ablenkung vom Fußball trifft sich Victor mit Freunden oder hört Musik. Wichtig ist ihm dabei, dass der Fußball dann mal kein Gesprächsthema ist. Sportlich orientiert er sich an seinem Idol Arturo Vidal, wogegen er schulisch Parallelen zu seinem Bruder sieht und ihm als Vorbild in dieser Hinsicht nachstrebt. Wohin soll es für Victor gehen und wo sieht er noch Verbesserungspotenzial? „Ich denke, man ist nirgendwo perfekt, und daher will ich vor allem an meinen fußballerischen Schwächen arbeiten, um ein noch besseres Niveau zu erreichen. In Bezug auf die Schule könnte ich noch ein wenig effizienter werden, wenn es ums Lernen geht.“

Philipp Boose – mentale Stärke als Grundlage für alles

„Mentale Stärke ist für mich das A und O, wenn es um Schule und Leistungssport geht. Sie ist die Grundlage für sämtliche Fähigkeiten, sei es Konzentration, Athletik oder das eigene Selbstbewusstsein“, erklärt Philipp Boose von der Porsche BBA seine Geheimzutat für den Erfolg. In diesem Bereich sieht er bei sich Stärken, jedoch würde er diese gerne noch weiter ausbauen. Nach seinem Abitur wird Philipp ein Praktikum in der Geschäftsstelle der Porsche BBA absolvieren und dabei Einblicke in seinen späteren beruflichen Weg sammeln. „Für mich steht noch nicht fest wo es hingeht. Das Praktikum hilft mir dabei, meinen Weg zu definieren und zu schauen, wo meine Stärken liegen.“ Keinesfalls will er den Basketballsport aufgeben. Ob es aber zum Profi reicht, weiß er nicht. „Viele haben den Traum, Profi zu werden, aber nur sehr wenige schaffen es auch wirklich langfristig, damit Geld zu verdienen. Deshalb lege ich den Fokus vorerst auf ein Studium“, betrachtet er seine Zukunft realistisch. Dankbar ist er für die Hilfe, die er durch seine Eltern bekommen hat. Diese haben ihn bei seinen Träumen immer unterstützt und ihm Tipps gegeben, um sich die richtigen Strukturen zu schaffen für eine erfolgreiche Balance zwischen Schule und Basketball.

Tim Kütterer – Ballsportler von der Wiege an

Ehrgeizig, diszipliniert, intelligent, vernünftig – vier Adjektive, die Tim Kütterer, Mittelfeldspieler in der U19 der SG Sonnenhof Großaspach und Preisträger des „Turbo2018“ für die „Beste schulische Leistung“, wohl am ehesten beschreiben. Seit Beginn seiner Schulzeit haben ihn Training und Spiele begleitet – die Schule ist dennoch nie zu kurz gekommen. Und das, obwohl Tim mit vielen Wechseln und Umbrüchen kämpfen musste: „Ich hatte in meiner Anfangszeit beim VfB Stuttgart viele Verletzungen, konnte mich deshalb nicht richtig zeigen und habe meinen Spaß am Fußball verloren. Doch es ging wieder bergauf und ich habe das Angebot von Hoffenheim bekommen“, erzählt Tim. Mit 15 Jahren bei der TSG 1899 Hoffenheim konnte der Nachwuchsfußballer sein Können endlich beweisen. Weder stressige Zeiten in der Schule, noch die drei Stunden Fahrweg, die er mehrmals die Woche für sein Training aufbringen musste, sollten ihn daran hindern. „Das war schon stressig und hat mich geprägt. Ich musste lernen, mich zu organisieren und auch auf vieles verzichten“, erinnert Tim sich zurück. Umso stolzer ist der nun 18-Jährige, sich durchgebissen zu haben: „Mir fällt es jetzt bei der SG Sonnenhof Großaspach viel leichter, Schule und Training zu vereinbaren. Meine Eltern erzählen mir immer, dass ich schon als ich noch sehr klein war, mit Ball immer besser laufen konnte als ohne Ball“, erzählt er.

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