Mit Spielwitz zum Erfolg

Seinen ersten Versuch auf dem Eis machte Mike zusammen mit seiner Kindergartengruppe im Alter von fünf Jahren. Etwas unbeholfen startete die Eishockeykarriere des Stürmers, doch bereits ein Jahr später fand er Anschluss bei den Bietigheim Bissingen-Steelers. Dort entwickelte er sich rasant. Der große Erfolg kam vor knapp zwei Jahren, als Mike mit seiner Mannschaft den Titel in der Junioren-Bundesliga gewann. Stolz berichtet der Stürmer von diesem Moment: „Es war ein wahnsinniges Gefühl. Diesen Augenblick, als die Uhr abgelaufen war und alle aufs Eis gestürmt sind, werde ich nie vergessen.“ Mit 18 Jahren hat er in den Playoffs die meisten Scorer-Punkte geholt und ist für seine Mannschaft unverzichtbar. Doch das war nicht immer so, wie der Captain erzählt: „Zu Beginn meiner Eishockeykarriere konnte ich nahezu gar nichts. Ich war sehr unsicher auf dem Eis und wusste auch nicht so recht, wie ich mit dem Schläger umgehen soll.“ Und woran will Mike weiter hart arbeiten? „Ich muss unbedingt schneller und kräftiger werden. Deshalb gehe ich regelmäßig mit meinen Kollegen ins Fitnessstudio. Ich habe einen sehr guten und individuellen Trainingsplan, mit dem ich meine Defizite sicher bald in den Griff bekomme.“ Aufgrund seiner sportlichen Entwicklung wurde Mike mit dem „Turbo2016“ ausgezeichnet. Wie sich das für den Stürmer mit der Nummer 9 anfühlt? „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit seinen Mannschaftskollegen in einer Reihe sitzt, auf die Leinwand schaut und plötzlich seinen Namen sieht. Es macht mich sehr stolz.“ Mit welchen Spieleigenschaften das Nachwuchstalent überzeugt: „Ich bewahre stets die Spielübersicht, sehe verdeckte Spieler und spiele diese an. Mit meinem Spielwitz habe ich einen weiteren Vorteil, denn ich finde in nahezu jeder Situation den besten Weg, um rauszukommen.“

Als Captain beweist Mike hohe Führungsqualitäten und genießt das Vertrauen sowie den guten Draht zu seiner Mannschaft. Im Interview erzählt er, wie er und sein Team sich vor einem wichtigen Spiel vorbereiten: „Wir sind sehr konzentriert und heizen uns gegenseitig an. Vor jedem Spiel hören wir einen Song, der uns motiviert. Den hören wir dann so lange, bis wir verlieren.“ Der leidenschaftliche Stürmer besucht nahezu jedes Training und gibt alles für das Eishockey und sein Team. Ob dabei die Schule nicht zu kurz kommt? „Im Sport bin ich sehr diszipliniert, in der Schule leider weniger.“ Zu Beginn seiner Schulzeit mussten die Eltern von Mike viel Druck ausüben, damit ihr Sohn die Schule nicht vernachlässigt. Je älter der Abiturient wurde, desto bewusster wurde ihm, dass Bildung eine wichtige Rolle spielt. Deshalb hat er während der Prüfungsvorbereitung ab und an auf das Training verzichtet. Und was macht der Leistungssportler, wenn er mal nicht trainiert oder lernt? „Ich treffe mich mit meinen Freunden. Im Sommer gehen wir oft ins Freibad. Sonntags gehe ich zu meiner Oma Mittagessen. Das lasse ich mir nicht entgehen,“ schmunzelt Mike. Ab sofort darf sich der Stürmer in der ersten Mannschaft beweisen und ist schon jetzt heiß auf die neue Saison: „Mein Ziel ist es, Eishockeyprofi zu werden. Um das zu schaffen, möchte ich Spielpraxis in der ersten Mannschaft sammeln, mich beweisen und eine erfolgreiche Saison ohne Verletzungen spielen.“

Gibt es auch einen Plan B, wenn das mit dem Profieishockey nicht klappt? Dem Nachwuchstalent ist bewusst, dass es im Sport schnell zu Verletzungen kommen kann. Nachdem er seine Eishockeykarriere beendet haben wird, möchte Mike Entwicklungsingenieur werden, denn dort arbeitet man auch im Team, was dem Leistungssportler sehr wichtig ist.

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