Im Fußball kann man sich immer steigern

In Kroatien am Meer: Trainingslager. Dann Spiele gegen Rumänien, Slowenien, die Slowakei. Siege und viel Spaß im Team. Die Nominierung für die kroatische U17-Nationalmannschaft war für Mario einer der größten Erfolge in seiner bisherigen Fußballerkarriere. Gleichzeitig war es eine riesige Erfahrung für ihn, denn die Charaktere und Umgangsformen seiner kroatischen Mannschaftskollegen sind anders als in Deutschland. Dennoch hat sich Mario gut mit Trainer und Mannschaft verstanden. Das liegt unter anderem daran, dass Mario selbst ein wenig Kroatisch spricht und versteht, denn beide Elternteile kommen ursprünglich aus Kroatien. Dass Mario ein guter Fußballspieler ist, zeigt allerdings nicht nur dieses Erlebnis. Vergangene Saison durfte er das erste Mal in der Regionalliga mit der ersten Mannschaft der Stuttgarter Kickers mitspielen. Die ersten Minuten dieses Spiels blieben für ihn unvergesslich.

Das Spiel bei den Profis – das ist es auch, worauf Mario sich aktuell besonders konzentriert. Für seine herausragenden sportlichen Leistungen hat er in diesem Jahr den Turbo2017 bei der Porsche Nacht der Talente verliehen bekommen. „Eigentlich wäre ich noch ein Jahr lang in der A-Jugend“, erklärt er. Doch nun darf er bereits mit den Profis mittrainieren, war sogar im Trainingslager der Profimannschaft dabei: „Die Integration in die erste Mannschaft ist zwar mit sehr viel Training verbunden, aber es macht mir einfach unheimlich viel Spaß und ist eine große Anerkennung meiner bisherigen Entwicklung.“ Die Mannschaftskollegen haben ihn sehr gut aufgenommen, das Nachwuchstalent fühlt sich wohl und ist sicher: „Ich kann viel von den Profis lernen.“

Für seine Leidenschaft Fußball gibt Mario alles. Momentan investiert er so viel Zeit ins Training, dass er sein Abitur erst einmal auf Eis gelegt hat. In seiner alten Schule hatte er dreimal pro Woche Mittagsschule und hätte im Unterricht schließlich zu oft gefehlt. „Ich möchte auf jeden Fall ein gutes Abi machen. In der Kursstufe so viel Stoff nachholen zu müssen, ist sehr schwer“, erklärt er seine Entscheidung. Wie seine Kollegen in der Jugendmannschaft möchte Mario es deshalb mit einer Kooperationsschule der Stuttgarter Kickers versuchen. Er will die Schule unbedingt mit guten Noten abschließen. Dass er seine Priorität momentan auf den Fußball legt, lässt sich mit einer solchen Schule besser vereinbaren. Mario ist sich sicher: „Selbst wenn man den Sprung zu den Profis geschafft hat, weiß man nie, wie lange es gut läuft. Trotzdem fokussiere ich mich jetzt erstmal auf den Profifußball.“ Die größte Angst des Nachwuchstalents ist es, sich schlimm zu verletzen. Mit dem Abitur will er deshalb auf jeden Fall ein Back-up zur Sportlerkarriere in der Tasche haben.

Doch bis es tatsächlich so weit ist und der Fußball für Mario zu einem richtigen Beruf wird, hat er mindestens noch eine Saison vor sich. Diese Saison gut zu meistern, ist ihm sehr wichtig. Klein sind sie, seine nächsten persönlichen Ziele, aber in ihrer Gänze ausschlaggebend und wegweisend. Ab sofort möchte er sich auf jedes Training konzentrieren und Einheit für Einheit sein Bestes geben. Guter Fußball ergibt sich für ihn vor allem aus Flexibilität und Basic-Können: Mario spielt zwar als Innenverteidiger in der Abwehr, flexibel bedeutet für ihn aber auch, nicht nur auf einer Position spielen zu können. Passspiel, Kopfbälle und Schusstechnik – all das ist wichtig und sollte von einem guten Fußballer beherrscht werden, davon ist er überzeugt. Auch sieht er sich noch lange nicht am Ende seiner Lernfähigkeit: „Eigentlich gibt es nie eine Grenze oder einen Punkt, an dem man sich nicht mehr steigern kann. Im Fußball gibt es viele Baustellen und ich muss mich in einigen Bereichen noch sehr verbessern.“

Marios Begeisterung und Ehrgeiz für seinen Sport kommen übrigens nicht von ungefähr. Auch sein Vater hat früher Fußball gespielt. Als ehemaliger Torhüter gab er Mario und seinem jüngeren Bruder die Leidenschaft fürs Kicken weiter. Mit sieben Jahren fing Mario schließlich in Stuttgart-Feuerbach im Verein an zu spielen – dort, wo er aufgewachsen ist – und kam in der U15 zu den Kickers. Sein 15-jähriger Bruder spielt mittlerweile auch in Stuttgart, allerdings beim VfB. Zwei Konkurrenten daheim an einem Tisch? Mario lacht bei dieser Frage: „Wir reden da eher nicht drüber. Wir freuen uns einfach für den anderen, wenn es gut läuft, und unterstützen uns gegenseitig.“

Selbst in Marios Freizeit ist für Außenstehende unschwer zu erkennen: Der zentrale Punkt in seinem Leben ist neben Familie und Freunden der Sport. Sollte es nicht mit dem Fußball klappen, möchte er auf jeden Fall trotzdem etwas im sportlichen Bereich machen. Wie seine Zukunft letztendlich aussehen wird, lässt er allerdings erst einmal auf sich zukommen. Bis dahin arbeitet Mario weiter hart an sich und träumt vom Spiel in der deutschen Nationalmannschaft und Robert Lewandowski als Lieblingsgegner. Denn das ist es, was ihn motiviert, mit jedem Training über sich hinauszuwachsen.

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