Ihr Weg zum Profi

Nachwuchsförderung bedeutet, die Jugendlichen bei ihrer sportlichen, sozialen sowie schulischen Entwicklung zu unterstützen und sie dadurch in diesen Bereichen zu fördern. Fünf außergewöhnliche Talente haben sich im Rahmen der Porsche Jugendförderung „Turbo für Talente“ bei ihrer sportlichen Entwicklung selbst übertroffen und konnten somit bereits in jungen Jahren erste Erfolge auf dem Weg zum Profi feiern. Für diese besondere Leistung durften sie bei der Porsche Nacht der Talente den Turbo2018 von Barbara Rittner entgegennehmen. Welche Pläne und Ziele die Jungs in Zukunft verfolgen, haben sie uns verraten.

Florian Kleinhansl – Geheimrezept: ausreichend Schlaf und gutes Frühstück

Florian Kleinhansl von den Stuttgarter Kickers ist mit Start dieser Saison zum VfB Stuttgart gewechselt. Zuvor hat er noch den Turbo2018 für die „Beste sportliche Entwicklung“ bei der U19 der Stuttgarter Kickers bekommen. Seine positive Entwicklung in der Kickers-Jugend wurde bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison belohnt. So durfte er mehrfach beim Training der ersten Mannschaft der Stuttgarter Kickers teilnehmen. Das Training half ihm, schneller und körperlich stärker zu werden. „Das war ein großer Unterschied zum Jugendfußball und hat mir wahnsinnig geholfen“, so der Verteidiger. Für ihn geht es nun beim VfB Stuttgart mit neuen Rahmenbedingungen weiter in Richtung seines Traums vom Profifußball. „Zweimal am Tag haben wir Training, hinzu kommen Athletik, Prävention und Gesundheitsthemen, die viel Zeit beanspruchen und auch körperlich fordern“, berichtet Florian von seinem Trainingsplan. Sein Ehrgeiz, seine Geduld und seine gute Aufnahmefähigkeit für Kritik haben ihn bis hierhin gebracht. „Aber auch die nötige Portion Schlaf ist sicher daran schuld“, gibt er schmunzelnd zu. „Für mich muss der Tag ausgeschlafen mit einem guten Frühstück beginnen, bestehend aus Vollkornbrot und Ei.“

Lukas Herzog – nach dem Abi zählt für ihn erst mal nur der Basketball

Bereits 2016 gewann Lukas Herzog von der Porsche BBA den Turbo2016 in der Kategorie „Außergewöhnliches soziales Engagement“. Zwei Jahre später hält er nun den Preis für die „Beste sportliche Entwicklung“ in den Händen. Als Point-Guard der NBBL ist er maßgeblich für den Spielaufbau zuständig und entscheidet, welcher Spielzug ausgeführt werden soll: „Ich sehe es als meine Aufgabe, meine Jungs perfekt einschätzen zu können und sie voranzutreiben, egal gegen welchen Gegner wir spielen. Dabei kommt es weniger darauf an, was ich sage, sondern, dass ich meine Motivation auf die Jungs übertrage.“ Neben dem Blick für seine Mitspieler legt er seinen Fokus aber auch bewusst auf seine eigene Leistung. „Nach meinem Abitur werde ich ein Jahr Vollgas im Basketball geben und hoffentlich den Sprung zu den Profis schaffen. Im Moment ist das mein Plan A, auf den ich mich auch voll fokussieren werde.“ Seine Erfolge, sein Wille und seine soziale Ader machen ihn unverzichtbar für das Team. Erst vor kurzem gewann er mit seinem Team die deutschen Meisterschaften im U18-3x3 Streetball und erfüllte sich außerdem einen weiteren Traum: seine Nominierung für die U18-Nationalmannschaft bei der 3x3-EM in Ungarn, wo er mit dem deutschen Team die Gruppenphase dominierte und schließlich im Viertelfinale ausschied.

Rrustem Ibishaj – man kann nie gut genug sein

Selbst wenn das Training der U19 bei SG Sonnenhof Großaspach längst vorbei ist – einen Nachwuchsspieler sieht man häufig immer noch auf dem Fußballplatz trainieren: Rrustem Ibishaj. Wenn den 18-jährigen Stürmer drei Worte beschreiben sollten, dann wären das folgende: Ehrgeiz, Ehrgeiz und nochmals Ehrgeiz. Sein Erfolgsrezept für den Fußball ist es, ständig am Ball zu bleiben. Selbst an den Tagen, an denen er kein Training hat, versucht er, sich zu bewegen und seine Fitness weiter zu verbessern. Erst kürzlich durfte er die erste Mannschaft in drei Testspielen unter anderem gegen den Bundeserstligisten VfB Stuttgart unterstützen. In der vergangenen Saison wurde er zum vierten Mal in Folge zum Torjäger der Liga gekürt. Läuft ja eigentlich wie am Schnürchen muss man sagen. Doch der Traum vom Profifußball bedeutet für Rrustem nicht nur Erfolg: „Man muss sich alles erarbeiten. Solche kleinen Belohnungen spornen mich an, mich immer weiter zu verbessern und dadurch noch mehr zu belohnen“, erklärt er. Sein Plan für sein nun bereits elftes Jahr bei der SG Sonnenhof Großaspach: auffallen, Torstatistik halten, Führungsspieler sein.

Fabjon Kuqi – sein Traum von der Profikarriere in Amerika

Alles fing an mit einem einfachen Eishockey-Sommertraining bei den Bietigheim Steelers, zu dem er seinen Kumpel begleitete. Fabjon Kuqi, damals sechs Jahre alt, war auch ohne Eis sofort überzeugt und wollte den Schläger nicht mehr aus den Händen legen. Seither verbringt er fast jede freie Minute in der Eishalle. Elf Jahre später spielt er bereits in der U17-Nationalmannschaft und hat einen Profivertrag bei den Steelers in der Tasche. Wie er es so schnell zum Erfolg geschafft hat? „Sicherlich gehört etwas Talent dazu, aber im Endeffekt war es auch harte Arbeit und Disziplin“, so der Center. Seine Eltern begleiteten Fabjon von Anfang an zu jedem seiner Spiele und sind ihm noch heute eine große Stütze. „Sie haben sicherlich einen großen Teil zu meinem Erfolg beigetragen und sind unglaublich stolz, dass ich nun auch einen Preis für meine Leistungen erhalten habe.“ Auf dem Erfolg ausruhen kommt für ihn nicht in Frage. Er möchte nach der Schule unbedingt Profi werden, in der ersten Liga spielen und früher oder später auch in Amerika erfolgreich sein. Sein sportliches Talent gibt Fabjon nicht nur an seine Mannschaftskollegen weiter, sondern auch an seinen kleinen Bruder, der ebenfalls bei den Steelers spielt.

Tom Krauß – seit zwölf Jahren lebt er den Traum des Profifußballs

Bereits in jungen Jahren hat der aus einer Fußballerfamilie stammende Tom Krauß die Liebe zum Fußball entdeckt. Mit fünf Jahren begann er aktiv mit dem Kicken, und er wird noch heute von seinem Vater, der ebenfalls Fußball spielte, unterstützt. „Ohne ihn würde ich jetzt nicht dort sein, wo ich bin“, blickt der RB Leipzig Nachwuchsspieler zurück. Bereits als kleiner Junge hatte er den Traum vom Profifußball ins Auge gefasst und lebt diesen bis heute. „Für dieses Ziel bin ich stets bereit, an mein Limit zu gehen. Ich versuche, überall mein Bestes zu geben, ob auf dem Platz, in der Schule oder bei Gesellschaftsspielen mit meiner Familie“, gibt er schmunzelnd zu. Die Eigenschaft, für den Fußball immer 100 Prozent leisten zu wollen, überträgt er auch auf seine Mannschaft und hilft seinen Jungs, sich vor wichtigen Spielen zu motivieren. Tom spielte bereits in der U17-Nationalmannschaft und sieht dies als eine große Ehre an. „Wenn ich den Adler auf der Brust trage und die Nationalhymne mitsinge, gibt mir das nochmal einen besonderen Schub. Doch ich nehme das nicht als gegeben hin, sondern weiß, dass ich hart arbeiten muss, um das DFB-Trikot weiterhin überstreifen zu dürfen“, verrät der Mittelfeldspieler.

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