Eine Zukunft zwischen Fußball und Physik

Es ist kaum zu glauben, doch zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn war es für den damals fünfjährigen Moritz eine Überwindung, das Fußballtraining zu besuchen. Er war neu in der Stadt und kannte niemanden beim TV Jebenhausen. Doch der junge Fußballer fügte sich schnell in die Mannschaft ein und schon bald wurde sein Talent entdeckt. „Anfangs spielte ich auf nahezu jeder Position. Immer mehr nahm mich mein Trainer in die Abwehr, damit hinten nichts schief läuft.“ Heute ist der defensive Mittelfeldspieler mit der Nummer 6 ein Nachwuchstalent, auf das der Trainer sowie die Mannschaft der SV Stuttgarter Kickers bauen können. Schon immer war Fußball eine große Leidenschaft von Moritz und das ganz zur Überraschung seiner Familie, denn diese interessierte sich bis dahin lediglich für Tennis.

Moritz Seltenreich begeisterte sich schnell für den Fußball, achtete aber stets darauf, dass die Schule nicht zu kurz kommt. Seine Eltern genossen eine gute Ausbildung und unterstützten ihren Sohn daher umso mehr, erzählt Noah: „Meine Eltern mussten nie eingreifen oder mich zum Lernen verdonnern, denn ich wusste selbst, dass die Schule vorgeht. Deshalb haben meine Schulnoten nie gelitten.“ Wie schafft er es, die Balance zwischen Schule und Sport zu halten? „Ich hatte Glück, dass meine Trainingshäufigkeit in den vergangenen Jahren konstant zugenommen hat. Beim VFL Kirchheim hatte ich dreimal pro Woche Training. Als ich danach zum VfB Stuttgart wechselte, erhöhten sich meine Trainingseinheiten auf viermal in der Woche. Die Schule hat immer gut mitgezogen und mich für wichtige Spiele oder Turniere freigestellt.“ Und wie wirkte sich das auf seine Noten aus? „Das Lernen hat immer gut funktioniert. Ich konnte mich jederzeit arrangieren und daher blieben meine Noten seit der 5. Klasse auf dem Gymnasium konstant.“ Moritz absolviert in diesem Jahr sein Abitur. Im Juni hat er die Ergebnisse seiner schriftlichen Abiturprüfung erhalten. Sein Notenschnitt wird voraussichtlich zwischen 1,7 und 1,9 liegen. Mit so einem überdurchschnittlich guten Abitur stehen ihm sicher viele Türen offen. Moritz erklärt, für welchen Weg er sich entscheiden wird: „Mein Traum ist es, Profifußballer zu werden und daran arbeite ich auch hart. Mir ist natürlich bewusst, dass viel Glück dazu gehört, um den Sprung in den Profikader zu schaffen. Deshalb ist es wichtig, eine gute Ausbildung zu haben.“ Was möchte der Mittelfeldspieler machen, wenn es mit dem Profifußball nicht klappt? „Dann werde ich höchstwahrscheinlich Physik studieren.“ Neben seinem sportlichen Talent hat der 18-Jährige eine schnelle Auffassungsgabe, weshalb er sich vor solch einem anspruchsvollen Studium nicht scheut. Eine zusätzliche Bestätigung für seine bisherige Leistung ist die Auszeichnung mit dem „Turbo2016“, erzählt der defensive Mittelfeldspieler: „Ich war völlig überrascht und habe nicht damit gerechnet. Es ist eine Ehre, von der Porsche Jugendförderung gewürdigt zu werden.“

Wie es für Moritz im kommenden Jahr in der Junioren-Bundesliga weitergeht, steht für den Überflieger bereits fest: „In der Saison 2016/17 liegt der Fokus eindeutig auf dem Fußball. Ich habe keine Schule mehr und kann daher meine ganze Energie in den sportlichen Erfolg investieren.“ Danach wird Moritz abwägen, ob er seinen Traum weiterhin verfolgt, oder ob er sich doch für ein Physikstudium entscheiden wird.

Dann bleibt im kommenden Jahr sicher auch mehr Zeit für Freunde? „Ich konnte mich immer gut selbst managen und Zeit für meine Freunde aufbringen. Deshalb gab es nie Probleme, dass jemand zu kurz kam.“

Und was wünscht er sich für seine berufliche Zukunft? „Ich möchte vor allem einen Job haben, der mir Spaß macht. Doch wenn das Finanzielle stimmt, kommt der Spaß sicher ganz von alleine,“ schmunzelt Moritz. Für das junge Nachwuchstalent ist es selbstverständlich, dass Training und Ehrgeiz für den sportlichen sowie schulischen Erfolg eine wichtige Rolle spielen. „Man darf sich jedoch nie unter Leistungsdruck setzen. Eine gewisse Lockerheit muss man mitbringen.“ In der Junioren-Bundesliga wird er alles dafür geben, einen Stammplatz zu bekommen. Vielleicht bringt er es in den nächsten Jahren genau so weit wie sein Vorbild Bastian Schweinsteiger. Der Anfang ist gemacht: Die gleiche Position teilt er sich bereits mit dem Fußballstar. 

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