Ein Schritt nach dem anderen

Ausschlafen, ausruhen und abschalten. Kein Stress, keine Hektik, keine Arbeit. Gemeinsame Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, die Sonne genießen und am Abend leichtes Fußballtraining – so beschreibt Michl Bauer seinen perfekten Tag. Der 18-Jährige spielt seit zwei Jahren in der U19-Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach und zeichnet sich durch seine Bodenständigkeit, seine körperliche Robustheit, sein faires Zweikampfverhalten sowie seine Beidfüßigkeit aus. Dabei fühlt sich das Nachwuchstalent besonders in der Innenverteidigung zu Hause und hilft ab und zu im zentralen Mittelfeld aus. Parallel absolviert er eine Ausbildung zum Industriemechaniker.

Begonnen hat für den 1,90 m großen Spieler alles beim SV Unterweissach. Dort spielte er bis zur D-Jugend, bevor die Wechsel zum FSV Waiblingen in die C-Jugend und zu den Stuttgarter Kickers in die B-Jugend folgten. Anschließend führte ihn sein Weg in die A-Jugend der SG Sonnenhof Großaspach. Zu seiner sportlichen Entwicklung haben neben seiner mentalen Stärke vor allem seine Trainer beigetragen. „Während meiner gesamten Zeit hatte ich sehr viel Glück mit meinen bisherigen Trainern. Sie haben mich entscheidend vorangebracht, unterstützt und mir weitergeholfen. Zudem konnte ich immer auf ihren Rückhalt zählen“, sagt Michl.

In seiner noch jungen Fußballerkarriere musste er bereits mehrere Hindernisse überwinden. „Bei den Stuttgarter Kickers habe ich mich am Rücken verletzt. Ich konnte nicht mehr Fußball spielen, musste zwei Jahre pausieren und saß nur zu Hause. Das war eine sehr schwere Phase für mich“, berichtet der Innenverteidiger. Nur durch Ruhe, Geduld und Physiotherapie konnte er einen Neuanfang starten, der ihn zur U19-Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach führte. Seine Motivation hat der leidenschaftliche Fußballer während seiner Auszeit nie verloren. „Man benötigt enorme Kraft, um sein vorheriges Niveau wieder zu erreichen und seine Leistung zudem noch steigern zu können. Es war ein harter Kampf, der viel Zeit benötigt hat, aber mein Wille war immer stärker“, berichtet Michl. In dieser Phase konnte er vor allem auch auf die Unterstützung seiner Familie bauen. Seine Eltern haben ihm beigebracht immer dranzubleiben, positiv zu denken und nie aufzugeben – auch nicht bei einem Rückschlag. „Ohne meine Eltern wäre ich heute nicht dort, wo ich bin. Sie haben mich überall hingefahren, ob zu einem Spiel, ins Training oder zu meiner Ausbildung. Sie stehen immer hinter mir und sind bei jedem Spiel dabei“, erzählt er stolz.

Michl investiert für seine Fußballerkarriere alles: volle Konzentration sowie seine gesamte Zeit und Kraft. Dabei ist seine Freizeit häufig auf der Strecke geblieben. „Ich habe meine komplette Kindheit auf dem Fußballplatz verbracht. Für mich gab es nichts anderes. Nach der Schule ging es sofort zum Sportplatz und ins Training“, berichtet er rückblickend. Für seine herausragende Leistung wurde der 18-Jährige im Mai 2017 bei der Porsche Nacht der Talente verdient mit dem Turbo2017 in der Kategorie „Beste sportliche Entwicklung“ ausgezeichnet. „Den Award sehe ich als eine Bestätigung für das bereits Geleistete und als Motivation für meine weitere Laufbahn an“, erklärt der Kapitän der U19-Mannschaft stolz. Sein Weg führte ihn bereits in den Kader der Drittligamannschaft der SG Sonnenhof Großaspach. Michl absolvierte mehrere Trainingseinheiten mit dem Team und stellte sein Potenzial bei zwei Testspielen unter Beweis. Dadurch konnte er wertvolle Tipps von den erfahrenen Spielern mitnehmen, vor allem in Bezug auf seine Position in der Verteidigung. „Die Einladung zu den Profis kam total überraschend für mich. Dabei wird einem noch einmal bewusst, dass es zwischen der Jugend und der ersten Mannschaft große Unterschiede gibt. Das ist ein riesiger Sprung. In der Jugend kann man durch seine Leistung noch herausstechen, bei den Profis heißt es immer, mehr als 100 Prozent zu geben, ansonsten bleibt man auf der Strecke“, berichtet Michl beeindruckt.

Über seine weitere Zukunft macht sich der derzeitige Azubi keine großen Gedanken. „Ich lasse das alles auf mich zukommen. Für mich zählt nur das Hier und Jetzt. Sich jetzt schon zu überlegen, wo man in fünf oder zehn Jahren steht, bringt nichts. Man muss immer einen Schritt nach dem anderen machen. Eben von Spiel zu Spiel denken“, ist Michl überzeugt. Die kommende Saison steht für ihn erst einmal ganz im Zeichen seiner weiteren Entwicklung. Dazu wird er an die erste Mannschaft des Oberligisten TSG Backnang ausgeliehen, um Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln.

Neben seinem Traum, Fußballprofi zu werden, hat Michl noch einen großen Wunsch – einen gemeinsamen Skiurlaub mit seiner Familie. Seit seinem dritten Lebensjahr fährt er Ski. „Mein Vater und mein Bruder waren vor vier Jahren in Salt Lake City zum Ski fahren und ich konnte leider nicht mit. Das würde ich gerne nachholen. Am liebsten dann in Kanada oder Colorado“, erzählt er.

Weiterführende Links

Das könnte dich auch interessieren: Homestory über U19-Trainer Michael Weiß

Hier findest du weitere Informationen zur Porsche Jugendförderung bei der SG Sonnenhof Großaspach

Sei immer auf dem Laufenden mit dem Turbo-Newsletter

 

 

Zurück zur Übersicht

Kommentare

Kommentar verfassen:

 
* Pflichtfelder