Ein Korbjäger für alle

Die Halle ist gefüllt mit Zuschauern. Ein kleiner Junge bekommt den Basketball und dribbelt zielstrebig zum Korb. Er blendet alles um sich herum aus und fokussiert sich vollständig auf sein Ziel. Dann wirft er den Basketball und richtet seinen Blick gespannt auf den Korb. Der Ball fliegt durch die Luft und landet im Netz. Das gesamte Team jubelt. Diesen Moment hat Patrick Eberle bis heute nicht vergessen. Es war sein allerster Korb. „Mein erster Treffer in einem Spiel war ein sehr glücklicher. Ich war acht und damals kam es nicht so häufig vor, dass man einen Korb erzielte – auch nicht im Training. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert er sich zurück.

In der Zwischenzeit hat Patrick schon viele Treffer für die Porsche BBA gelandet. Momentan spielt der 15-Jährige für das JBBL-Team als Shooting Guard. Sein Talent wurde ihm von seiner Mutter vererbt. Sie war früher selbst als Spielerin aktiv. Zum Basketball ist der Nachwuchsspieler aber durch seinen Bruder gekommen. „Mein Bruder hat auch gespielt. Damals war ich immer in der Halle dabei. So habe ich manchmal auch einfach den Ball in die Hand genommen und auf den Korb geworfen. Mit der Zeit hat es mir immer mehr Spaß gemacht, und das brachte mich schließlich ins U10-Team“, erzählt er. Sein Vater hingegen kommt aus dem Fußball. Mittlerweile hat er sich aber auch mit dem großen braunen Ball angefreundet. „Alle drei feuern mich immer an. Häufig auch etwas zu laut – vor allem mein Vater“, lacht Patrick. Gemeinsam fiebern sie auch oft bei den Spielen der MHP RIESEN mit.

Das Nachwuchstalent ist aber nicht nur Fan der Profis, sondern übernimmt als Kampfrichter am Anschreibertisch selbst Verantwortung: „Ich stehe direkt am Spielfeldrand und erlebe das Verhalten der Coaches und der Mannschaft hautnah. Da bekommt man noch viel mehr mit.“ Seine Lizenz muss Patrick für jede Saison neu erwerben. Dafür musste er in den Sommerferien mit Beispielfragebögen üben und am Ende einen Onlinetest bestehen. Patrick besitzt aber nicht nur die Berechtigung für den Kampfrichter, er ist auch als Schiedsrichter tätig. Vor zweieinhalb Jahren hat das Nachwuchstalent seinen Schein dafür erworben. Heute pfeift er bereits im Herrenbereich und kam in der letzten Saison häufig bei der neuen Grundschulliga der Porsche BBA zum Einsatz. „Für meine Lizenz musste ich verschiedene Lehrgänge und eine abschließende Prüfung absolvieren. Jede Saison gibt es drei Weiterbildungen, die man besuchen muss, um weiterhin Spiele pfeifen zu dürfen. Dort werden neue Informationen und Regeländerungen besprochen“, berichtet er.

Zusätzlich zu diesen beiden ehrenamtlichen Tätigkeiten packt Patrick bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der Porsche BBA mit an. Vor allem die Porsche BBA Feriencamps liegen ihm am Herzen. „Mir ist es wichtig, dass alle Kinder gut betreut sind und jedem die Aufgaben richtig gezeigt werden. Bei mir war das damals schwierig. Der Coach war alleine und konnte nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb helfe ich dort gerne mit“, beschreibt er seine Erlebnisse und seine Motivation. Zudem leistet er freiwillige Helferstunden für die Porsche BBA – sei es am Tag der offenen Tür am Otto-Hahn-Gymnasium mit einem Glücksradstand oder beim Sammeln vom Spenden. „Ich wohne sehr nah an der Sporthalle und deshalb bin ich häufig dort. Es bedeutet mir viel, meine Begeisterung am Basketball weitergeben und Freude vermitteln zu können. Wir sind ein eingespieltes Team und da macht es natürlich umso mehr Spaß“, berichtet er. Für seinen tatkräftigen Einsatz und die Hilfsbereitschaft wurde Patrick im Mai mit dem Turbo2017 in der Kategorie „Außergewöhnliches soziales Engagement“ ausgezeichnet. „Zuerst bin ich auf meinem Platz richtig zusammengezuckt, als ich meinen Namen hörte. Anschließend musste ich sehr lachen über mein etwas älteres Bild auf der Leinwand“, erzählt er mit Stolz rückblickend auf die Porsche Nacht der Talente in Leipzig.

Patrick steckt mittlerweile schon wieder in den Vorbereitungen auf die neue Saison. Mit dem Trainingskader wird bereits vor Beginn der Sommerferien mehrfach in der Woche trainiert: zweimal Athletik- und Krafttraining sowie zusätzlich Teamtraining, um das Zusammenspiel zu perfektionieren. Parallel arbeitet das Nachwuchstalent auch alleine an seiner Wurftechnik und seinem Ballhandling mit Korblegern, Pässen und Würfen von der Dreipunktelinie oder mit der linken Hand. „Manchmal üben wir 100 Würfe hintereinander. Das sieht zwar total langweilig aus, ist aber echt anstrengend“, lacht er. Seine Ziele für die nächste Saison spricht Patrick klar aus: seine Leistung in der nächsten Saison steigern, das Team voranbringen und noch mehr zusammenwachsen, damit sein Traum – der Gewinn einer Meisterschaft – Wirklichkeit wird.

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