Die Kinder geben einem so viel zurück!

Seine Leidenschaft – den Fußball – lebt der 19-jährige Noah Sautter durch und durch. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf dem Spielfeld oder hinter den Kulissen. Als stellvertretender Kapitän der U19 der Stuttgarter Kickers ist er eine wichtige Stütze und vor allem Motivator der Mannschaft. Im Verein setzt er sich zudem aktiv für die Jugendförderung ein und hilft, wo er nur kann. Sein sportlicher Werdegang begann im Alter von vier Jahren, als Noah Tag für Tag mit seinem Vater auf dem Bolzplatz war. Noah hatte Spaß am Kicken. Und sein Papa? Er wurde von dem Nachwuchstalent gezwungen! Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt, denn 15 Jahre später darf er sich in der Junioren-Bundesliga bei den SV Stuttgarter Kickers beweisen.

Der Innenverteidiger mit der Nummer 19 startete aktiv bei der SpVgg Holzgerlingen. Bereits dort wurde man auf sein Talent aufmerksam, und obwohl er mit seinen vier Jahren zu jung für die Mannschaft war, setzte sein Trainer ihn ein und ließ Noah gegen die älteren Kinder spielen. Das Nachwuchstalent wusste sich durchzusetzen, verließ den Verein mit zehn Jahren und wechselte zum SV Böblingen. Parallel zu seinem Lieblingssport spielte der Innenverteidiger Handball. Der fußballbegeisterte Noah musste sich aus Zeitgründen für eine der beiden Sportarten entscheiden und steckte daraufhin seine gesamte Energie in den Fußball, was sich schnell auszahlte. In Böblingen wurde er zeitweise als Mittelfeldspieler eingesetzt. Mit seinem Debüt bei den Stuttgarter Kickers wurde jedoch schnell erkannt, dass Noah als Verteidiger gebraucht wird. Was ihm an seiner Position gefällt, erklärt der 19-Jährige mit folgenden Worten: „Ich beobachte das Spiel gerne von hinten und behalte den Überblick darüber, was vor mir passiert. Außerdem habe ich wenig Talent, was den Torschuss angeht.“ Seine Umsicht brachte Noah die Position des stellvertretenden Kapitäns der U19 der Stuttgarter Kickers ein. Wie sich das für ihn anfühlt? „Es ist eine große Ehre für mich und ich bin sehr stolz, dass die Mannschaft und der Trainer mir dieses Vertrauen entgegenbringen.“ Noah berichtet, was er für dieses Amt mitbringt: „Als Innenverteidiger sehe ich sehr viel, zum Beispiel wenn zu große Lücken zwischen den einzelnen Spielern sind. Ich kann Kommandos geben, die Spieler mitreißen und anheizen.“

Nach seinem Abitur im vergangenen Jahr absolvierte Noah sein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei den Stuttgarter Kickers. Noah erzählt, wie es dazu kam: „Der Verein wusste, dass ich mit der Schule fertig bin. Sie kamen aktiv auf mich zu und fragten, ob ich ein FSJ machen möchte. Die Chance habe ich ergriffen und war parallel für die U9 als Co-Trainer verantwortlich.“ Mit den damit verbundenen Aufgaben wuchs Noah immer mehr in die Nachwuchsförderung der Stuttgarter Kickers hinein. Für dieses soziale Engagement wurde der Fußballer bei der Porsche Nacht der Talente mit dem „Turbo2016“ ausgezeichnet. Was das für den Fußballer bedeutet: „Die Auszeichnung ehrt mich wahnsinnig und ich bin sehr glücklich, dass meine geleistete Arbeit gewürdigt wird.“ Stolz berichtet der Verteidiger über seine Schützlinge: „Sie sind sehr wissbegierig, talentiert und haben große Lust auf Fußball. Es macht mir Spaß, den Jüngeren was beizubringen.“ Was den Innenverteidiger für die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs zusätzlich anspornt: „Als ich noch jünger war, haben mir die älteren Spieler sehr geholfen und einiges beigebracht. Es bedeutet mir viel, das weiterzugeben und mich um die Nachwuchstalente zu kümmern.“ Und wie ist es für die jungen Fußballer, von einem so erfolgreichen Sportler trainiert zu werden? „Teilweise sehen mich die Kinder als Vorbild. Gerade die U9-Mannschaft fragt mich viel zu meiner sportlichen Leistung, und sie sind hellauf begeistert, wenn sie mich sehen.“

Gerne möchte Noah Sautter den Nachwuchssportlern ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben: „Sie sollen das machen, was ihnen Spaß macht und mit Ehrgeiz dabei sein.“ Und wenn die Motivation mal ausbleibt? „Die Kinder sind so fußballverrückt, da braucht man keine großen Überzeugungskünste.“ Apropos Überzeugungskünste: Wie verlief denn die Schulzeit von Noah? Mussten die Eltern viel Druck ausüben? „Fußball stand bei mir an erster Stelle. Meine Eltern sahen das allerdings anders. Sie mussten mich ab und an zurechtweisen, damit ich das Lernen nicht vernachlässige. Im Fußball war ich in jedem Fall disziplinierter als in der Schule. Aber vor dem Abi habe ich nochmal Gas gegeben, erinnert sich der erfahrene Verteidiger.“ Und das auch mit Erfolg, denn Noah beginnt zum Wintersemester sein Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Uni Hohenheim. Wie es danach weitergeht, weiß das Nachwuchstalent noch nicht. Sein Traum bleibt es, Fußballprofi und hoffentlich so erfolgreich wie sein Vorbild Jérôme Boateng zu werden.

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