Der Wille, anderen zu helfen

Bei der Porsche Nacht der Talente 2018 wurden fünf Nachwuchstalente im Bereich „Außergewöhnliches soziales Engagement“ von Sami Khedira, Botschafter der Porsche Jugendförderung, mit dem „Turbo2018“ ausgezeichnet. Der deutsche Nationalspieler weiß genau, worauf es bei der Nachwuchsförderung ankommt und betont neben dem nötigen Talent auch den entsprechenden Willen, den die Spieler brauchen, um ihrem Traum näherzukommen. Viele Nachwuchsspieler geben über ihre sportliche und schulische Leistung hinaus auch im sozialen Bereich 100 Prozent. Wir haben uns diese Spieler genauer angeschaut und uns die Beweggründe ihres Engagements erklären lassen.

Dogukan Süzgec – die Mannschaft immer im Fokus

Das Team der Stuttgarter Kickers steht für ihn ausnahmslos an erster Stelle. Bewusst entschied sich Dogukan Süzgec für den Fußball. Der damit einhergehende Druck, immer alles für das Team geben zu müssen, ist für ihn selbstverständlich. „Die Mannschaft gehört für mich zu den wichtigsten Dingen in meinem Leben. Gerade im Teamsport lebt die Leistung der Mannschaft vom Engagement jedes Einzelnen.“ So ist es für ihn völlig normal, dass er auch während seiner verletzungsbedingten Pause immer für seine Mannschaftskollegen da war und alles tat, um ihnen den nötigen Halt für schwierige Spiele zu geben. Dogukan, der sein Abitur in diesem Jahr erfolgreich gemeistert hat, schaut positiv in die Zukunft. Nachdem er bereits bei einem Trainingslager in der Türkei als Dolmetscher für seinen Trainer und die Mannschaft fungierte, liegt es doch nah, diesen Weg eventuell als Beruf zu verfolgen? „Sicherlich hat es mir Spaß gemacht, diesen Job zu übernehmen, und ebenso, türkischen Eltern in meinem Verein zu helfen und für sie zu übersetzen. Ob ich mir das Dolmetschen als Beruf vorstellen kann, kann ich so direkt nicht beantworten. Für mich steht jedoch fest, dass ich studieren möchte.“ Was? „Da bin ich mir noch nicht sicher“, gibt er lachend zu, aber den Plan hat er zumindest bereits gefasst. Profifußballer bleibt trotzdem sein großer Traum, den er auch weiterhin verfolgen möchte.

Robin Feist – für die Kleinen ist er schon der Größte

Ähnlich ging es Robin Feist von den Bietigheim Steelers, der ebenfalls aufgrund einer Verletzung frühzeitig die Saison beenden musste. Für ihn kam es nicht infrage, sich einfach nur auszukurieren und von der Bank aus zuzuschauen. So entschied er sich, seinen Verein auf andere Weise zu unterstützen und engagierte sich bei den Jugendspielern im Verein. „Anfangs wollte ich einfach nur zurück aufs Eis, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen, doch dann entschied ich mich dazu, meine Erfahrung und mein Wissen an den Nachwuchs im Verein weiterzugeben. Und so ging ich mit zu Trainings und Spielen.“ Training um Training absolvierte er mit den Nachwuchsmannschaften der Steelers. Auch nachdem er wieder fit für seine Mannschaft war, blieb Robin weiterhin begeistert dabei und wird noch heute regelmäßig gebeten, die Trainings mit zu betreuen. Auch über einen Trainerschein hat der 19-Jährige schon nachgedacht. Im Moment muss der Schein allerdings noch warten, denn er hat alle Hände voll mit den Studienbewerbungen für das Wintersemester zu tun. Robins Plan ist es, in eine technische Richtung zu gehen. Ein Risiko, das Eishockey dabei irgendwann aus den Augen zu verlieren? Nicht für Robin! Er möchte seiner Leidenschaft auf alle Fälle weiterhin treu bleiben und aktiv bei Trainings und Camps der Kleinen aushelfen.

Jacob Ruhner – Vollgas, nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Motorsport

Jacob Ruhner sieht die Möglichkeit, als Fußballer bereits mit der U19 von RB Leipzig in der Bundesliga Nord / Nordost spielen zu dürfen und gleichzeitig eine gute schulische Bildung zu bekommen, als ein großes Privileg. Aus diesem Grund entschied er sich dazu, Menschen, die es im Leben nicht einfach haben, aktiv zu helfen und sammelte Spenden für den Verein Bärenherz des Kinderhospizes in Leipzig. Eine Aktion, die er gerne nochmal durchführen würde und mit der er auch andere dazu motivieren möchte, zu helfen. Wieso er das tut? Für ihn ist es seine Art, etwas zurückzugeben und der Versuch, anderen Menschen das Leben zu erleichtern. Selbst beschreibt er sich als mitfühlenden Spieler mit der Stärke, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Dies hilft ihm auch im Fußball weiter. Er versteht, wie seine Teamkollegen spielen, kann Spielzüge voraussehen und somit das Spiel entscheidend steuern. Auch neben dem Platz gibt Jacob Vollgas. Sein Hobby? Motorsport. Auch deshalb träumt er von einer beruflichen Laufbahn in diesem Bereich, sollte es mit dem Profifußball nicht klappen. „Porsche als Arbeitgeber würde da schon sehr gut passen“, verrät er mit einem Lachen.

Savvas Tasoulis – nach dem Basketball, folgt noch mehr Basketball

Ob bei „Basketball um Mitternacht“ oder vor und nach Spielen – Savvas Tasoulis von der Porsche BBA engagiert sich, wo er nur kann. Dass er dabei auch die geforderte Zahl an Helferstunden überstieg, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit und zeigt, wie wichtig ihm sein Sport ist. „Mithelfen ist für mich ein Muss und die perfekte Möglichkeit, mich immer mit meinem absoluten Lieblingssport zu beschäftigen.“ Mit seiner positiven Art fördert er den Zusammenhalt im Team und stärkt das Wir-Gefühl. Auch in seiner Freizeit kann Savvas den Basketball nicht ruhen lassen. „Während andere nach dem Training abschalten oder an freien Tagen den ruhigen Ausgleich suchen, versuche ich mich stetig zu verbessern und treffe mich mit Freunden zum Körbe werfen oder gehe noch eine Runde laufen.“ Aktuell steckt er in der Ausbildung zum Industriekaufmann für Groß- und Außenhandel. Was ihm daran so viel Spaß macht? Savvas liebt die englische Sprache und ist deshalb besonders interessiert an einem Job im Außendienst. Sein großer Traum bleibt weiterhin die Karriere als Basketballprofi, aber einen Plan B zu haben, ist für ihn ebenso wichtig.

Tim Wehrsig – Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft sind seine Attribute

Seit 15 Jahren streift sich Tim Wehrsig nun schon das Trikot der SG Sonnenhof Großaspach über und trägt es voller Stolz. Den „Turbo2018“ für sein außergewöhnliches soziales Engagement bekommen zu haben, bestärkt ihn darin, alles richtig gemacht zu haben. „Die Attribute Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit sind für mich extrem wichtig im Fußball, weshalb ich immer versuche, diese aktiv einzubringen und sie meinen Mitspielern vorzuleben.“ Tim hat genaue Pläne für seine Zukunft. Nach seinem Abitur wird er nun ein duales Studium im Bereich Controlling beginnen. Geholfen bei der Studienauswahl haben ihm seine Betreuer. „Klar ist, dass viele Nachwuchsspieler davon träumen, mit dem Fußball Geld zu verdienen und Profifußballer werden wollen. Dennoch sollte man sich neben dem Fußball auch eine gute schulische Grundlage aufbauen, um immer eine Alternative in der Hinterhand zu haben.“ Besonders gut kann Tim mit Kritik umgehen und hat hier auch einen kleinen Tipp für Nachwuchsspieler. „Hört euch die Kritik an und saugt erst mal alles auf. Abends, wenn es ein wenig ruhiger ist, versuche ich dann, die Kritik einzuordnen und mir neue Ziele zu setzen. Klar kann Kritik manchmal auch am Stolz kratzen, aber ich gehe immer erst mal davon aus, dass sie konstruktiv ist und sie mir weiterhilft.“

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