Der, der den Ton angibt

Basketballtalent, Schiedsrichter, Trainer, Point Guard und seit 2016 auch noch Nationalspieler. Was hätte Lukas Herzog nur gemacht, wenn er mit zehn Jahren nicht bei einem Basketballtraining geschnuppert hätte? Das kann sich vermutlich niemand vorstellen, denn Lukas ist ein Vollblut-Basketballer. In der vergangenen Saison hat er anstatt der geforderten 15 Arbeitsstunden insgesamt 90 Stunden in der Porsche Basketball-Akademie mitgeholfen. Bei der „Porsche Nacht der Talente“ wurde er dafür in der Kategorie „Außergewöhnliches soziales Engagement“ mit dem „Turbo2016“ geehrt. Dabei geht der 15-Jährige, der derzeit die zehnte Klasse besucht, auch noch zur Schule und hat nebenher in der Woche circa 4-5 Teamtrainings, 2-3 Individualtrainingseinheiten, 2-3 Krafttrainings und zwei Spiele am Wochenende. Ist das alles denn überhaupt zu schaffen?

Mit der nötigen Leidenschaft ist es das. Lukas lässt nur selten ein Training ausfallen, weil er für die Schule lernen muss. Das Talent lebt praktisch für den Basketball, denn er ist sein absolutes Lieblingshobby. Und: Er hat auch kein anderes. Wenn er nicht gerade selbst Training hat, dann ist er als Trainer oder Schiedsrichter bei den Porsche BBA Camps dabei oder hilft bei den Kindersporttagen aus, die alle paar Monate stattfinden. „Die Arbeit mit den jüngeren Spielern macht mir einfach Spaß und neben Schule und Basketball bleibt dann nicht mehr viel Zeit für andere Hobbys“, erzählt er. Das findet Lukas aber auch nicht schlimm. „Wenn ich mal Zeit habe, dann unternehme ich am liebsten etwas mit Freunden. Wir gehen in die Stadt, ins Freibad oder chillen einfach.“

Lukas weiß privat ziemlich genau, was er will und das ist auch im Basketball so. Auf der Position des Point Guards ist es seine Aufgabe, dem Team den Spielaufbau, die Systeme und Taktiken vorzugeben, die im Angriff gespielt werden. Damit ist er als Nachwuchstalent nicht nur in der JBBL und mittlerweile auch NBBL erfolgreich, sondern ebenso in der Deutschen Nationalmannschaft. Nach der Sichtung beim Bundesjugendlager in Heidelberg konnte sich Lukas bei weiteren Lehrgängen für eine Nominierung für das U15-Team des Deutschen Basketball Bundes empfehlen und reiste mit elf weiteren Spielern aus dem gesamten Bundesgebiet zum Turnier ins litauische Kaunas um sein Nationalmannschaftsdebüt zu geben. Die Spiele mit der Nationalmannschaft machen Lukas viel Spaß, sind für ihn allerdings nicht mit den Spielen in der NBBL zu vergleichen. „In der NBBL ist es unter den vielen guten Spielern schon schwierig, sich durchzusetzen. Das ist in der Nationalmannschaft noch viel schwieriger, denn es sind unglaublich gute Gegner, gegen die wir kämpfen“, erklärt er. Die Spiele in der Nationalmannschaft fordern ihn und wecken seinen Ehrgeiz. Bereits das erste Turnier in Litauen hat ihm gezeigt, dass die Länderspiele kein Zuckerschlecken sind: „Wir haben mit dem neuen Kader ein Spiel gewonnen und zwei verloren. Das geht sicherlich besser. Aber natürlich muss man sich zu Beginn der Saison im Team auch erstmal einspielen.“ Im Dezember steht für Lukas der nächste Nationalmannschaftslehrgang auf dem Programm. Dort wird Lukas dann alles daran setzen den Sprung in das U16-Team zu schaffen um bei weiteren internationalen Spielen wichtige Spielerfahrung zu sammeln und sich möglichst für das Aufgebot zur Europameisterschaft im Sommer zu empfehlen.

Wenn dann mal Trainings- oder Spielpause ist, geht Lukas gerne in den Urlaub. Mit seinen beiden Geschwistern und seinen Eltern war er in diesem Jahr auf Mauritius. „Ich freue mich zwar immer zu trainieren, aber eine Pause tut auch mal gut“, sagt er.

Unter seinen Trainern Ross Jorgusen und Felix Czerny müssen er und seine Mannschaftskameraden während der Saison täglich an ihrem Spiel arbeiten, mit dem Ziel jede Woche besser zu werden. Einer seiner Teamkollegen in der JBBL ist dabei sein Zwillingsbruder Manuel, mit dem es auf dem Spielfeld schon das ein oder andere Mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt. „Wir legen uns manchmal miteinander an, aber außerhalb des Spielfelds verstehen wir uns gut“, grinst Lukas. Er sieht die Konkurrenzkämpfe gelassen und dribbelt weiter auf seinen Traum hin: einmal professioneller Basketballspieler zu werden.  

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