Das Team steht für mich immer an erster Stelle

Aus den Lautsprechern tönt ein türkisches Volkslied – alte und traditionelle Musik. Im nächsten Moment wechselt das Lied plötzlich auf englischen Hip-Hop. Für Dogacan Gitti gehört dies zu seinem Alltag. Die beiden unterschiedlichen Musikrichtungen motivieren das Nachwuchstalent. „Zuhause bei uns laufen häufig türkische Lieder. In der Kabine hören wir vor den Spielen gemeinsam meist deutschen oder englischen Rap, wenn einer meiner Mannschaftskollegen seine Boxen mitbringt“, erzählt er.

Seit seinem siebten Lebensjahr dreht sich Dogacans Leben komplett um das Thema Fußball. Damals begann seine Laufbahn als Mittelfeldspieler bei der SG Untertürkheim. Nach Zwischenstationen beim FSV Waiblingen und dem VfR Aalen spielt er seit einem Jahr im U19-Team der SG Sonnenhof Großaspach. Mit seinen 17 Jahren zählt er dort zwar zu den Jüngsten im Kader, dennoch ist er vollständig in die Mannschaft integriert und hat ein gutes Verhältnis zu seinen Mitspielern „Ich wurde sehr gut ins Team aufgenommen. So konnte ich schnell meine Rolle und meinen Platz in der Mannschaft finden. Ich verstehe mich mit allen gut und habe neue Freunde gefunden. Wir gehen gemeinsam frühstücken oder treffen uns schon vor dem Training“, freut er sich über das Zusammengehörigkeitsgefühl seiner Mannschaft. Dogacan hat für jeden ein offenes Ohr und nimmt sich Zeit für seine Teamkollegen. So suchen sie häufig bei ihm Rat. Für ihn ist es selbstverständlich, auch nach einer hartnäckigeren Verletzung weiter am Spielfeldrand zu stehen und seine Mitspieler zu unterstützen. Der überzeugte Teamplayer wurde im Mai mit dem Turbo2017 in der Kategorie „Außergewöhnliches soziales Engagement“ geehrt. „Die Auszeichnung kam total unerwartet. Ich war sehr erstaunt als ich meinen Namen gehört habe. Ich freue mich über die Wertschätzung und Anerkennung. Aber für mich ist es völlig normal, mich für andere einzusetzen, für sie da zu sein und ihnen zu helfen“, so der bescheidene Mittelfeldspieler.

Im Training und im Spiel geht es dann trotzdem auch mal härter zu. Schließlich kämpft jeder um seinen Platz in der Startelf. „Nur so wird man gefordert und kann sich sowohl persönlich als auch sportlich weiterentwickeln“, ist er überzeugt. Für Dogacan muss bei einem professionellen Fußballer das Gesamtpaket stimmen – Leistungsbereitschaft, Talent, Disziplin und Ehrgeiz. Zudem sollte der Teamgedanke gelebt werden, indem man im Namen der Mannschaft spielt und auftritt. „Der Erfolg der Mannschaft steht für mich immer an erster Stelle. Man muss sich selbst zurücknehmen können und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche in den Hintergrund stellen“, stellt er klar.

Diese Ansicht ändert sich für ihn auch nicht mit der Wichtigkeit des Fußballspiels. Allerdings gesteht der Mittelfeldspieler offen, dass er beispielsweise Freundschaftsspiele anders als Punktspiele angeht: „Man möchte zwar seine Leistung zeigen, aber man probiert auch mal neue Dinge aus.“ Vor einem Punktspiel sieht Dogacans Tagesablauf ganz anders aus. Dann heißt es erst einmal ausschlafen, bewusst essen und trinken, sodass man fit ist und einen freien Kopf hat. Die volle Konzentration und der komplette Fokus liegen auf dem Spiel und dem Gegner.

Dogacan setzt sich sehr selbstkritisch mit seiner Leistung auseinander. Sein Ziel ist es, über die Sommerpause und in der Saisonvorbereitung an seinen Schwächen zu arbeiten. Körperlich möchte er noch weiter zulegen und parallel seine Technik verbessern. Zudem steht im nächsten Jahr noch eine weitere Aufgabe für ihn an – das Abitur: Dann gilt es, sein fußballerisches Können zu zeigen und parallel die zusätzliche schulische Herausforderung zu meistern.

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