Zwischen Sturm und Abwehr

Sommer, Sonne, Entspannung, Strand und Meer – so sieht für viele der optimale Urlaub aus. Aber nicht für Christoph Wiesner. Der 18-Jährige steht mehr auf Abenteuer und Action. Sein nächstes Reiseziel ist Tansania. Dort geht er mit seinem Vater auf Safari. Auch sonst sucht er die Herausforderung, in seiner Freizeit sowie im Sport. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er für den SC Bietigheim-Bissingen Steelers e. V. Seine Eishockeylaufbahn startete das Nachwuchstalent in der Laufschule. Dort hat er an der schnellsten Mannschaftssportart der Welt Blut geleckt und so führte ihn sein Weg über die Boxsters bis in das U19-Team der Steelers Youngsters. „In der ersten Klasse wurden meine Mitschüler und ich von den Steelers zum Schlittschuhlaufen eingeladen. Mit einem Freund habe ich dann in der Laufschule begonnen. Danach folgte der Wechsel in die U8-Mannschaft und seitdem bin ich dem Verein treu geblieben“, beschreibt er seine Laufbahn.

Dabei kann er sich noch sehr gut an seine erste Turnierteilnahme in Kornwestheim erinnern. Christoph zählte damals noch zu den Jüngeren unter seinen Mitspielern. „Es war ein besonderes Erlebnis. Das erste Mal mit meiner Mannschaft um den Turniersieg zu kämpfen und gemeinsam auswärts zu übernachten. Jeder wollte natürlich sein Können auf dem Eis zeigen, aber uns war es auch wichtig zusammenzuspielen“, stellt er rückblickend fest. Über die Jahre hinweg hat Christoph viele Spiele und Turniere für die Steelers Youngsters absolviert. Die Motivation für seine große Leidenschaft hat er nie verloren. „Normalerweise bin ich ein sehr disziplinierter Spieler. Aber es gab auch mal Ausnahmen. In ein bis zwei Saisons habe ich mehr Strafzeiten als sonst gesammelt“, lacht er.

Auf seiner Position, dem Center, fühlt sich das Nachwuchstalent besonders wohl. So heißt es für Christoph auf dem Eis: Verantwortung übernehmen, sich eine Übersicht über das Spiel zu verschaffen, Anweisungen geben, neue Angriffe einleiten sowie in der Verteidigung auszuhelfen. „Ich bin sozusagen die Verbindung zwischen dem Sturm und der Abwehr“, beschreibt er seine Lieblingsposition. Das nahezu perfekte Zusammenspiel haben seine Mannschaft und er bereits in der letzten Saison gezeigt. Mit dem Erreichen des Playoff-Finales in Bietigheim ging für Christoph ein Traum in Erfüllung. „Leider war das Ende nicht so, wie wir es uns gewünscht haben, aber wir können sehr stolz auf unsere Teamleistung sein. Der Zusammenhalt ist während der Saison immer größer geworden“, gesteht er offen.

Parallel zur letzten Saison absolvierte Christoph sein Abitur. Seine schriftlichen Prüfungen legte er in Mathe, Deutsch, Englisch und Wirtschaft ab. Die mündliche Prüfung folgte in Gemeinschaftskunde im Themenbereich Demokratie. Dabei analysierte er das Amt des Bundespräsidenten. Das Nachwuchstalent hat zur Schule und zum Abitur eine konkrete Haltung: „Damit legt man sich seine Grundlage für das weitere Leben. Deshalb sollte man sich dort auch besonders viel Mühe geben.“ Sein Wissen und seine Erfahrungen gibt er auch gerne weiter: „Meine Deutsch- und Spanischlehrerin kam auf mich zu und fragte, ob ich mir vorstellen könne, Flüchtlingskindern und Kindern von Einwanderern Nachhilfe zu geben. Die Arbeit mit den Kindern macht mir Spaß. Häufig haben sie keine einfache Vergangenheit, deshalb ist es umso schöner, ihnen durch den Alltag zu helfen.“ Doch nicht nur in der Schule, sondern auch auf dem Eis engagiert sich das Nachwuchstalent als Co-Trainer der U8-Mannschaft. Dabei übernahm er Gruppenstationen im Training der Boxsters, erklärte ihnen die Übung, beobachtete die Kinder und gab ihnen Tipps. „Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich die Kinder weiterentwickeln, verbessern und das Gelernte aus dem Training in Spielen anwenden“, sagt er lächelnd. Um seinen Funktionen und Aufgaben gerecht zu werden, benötigt Christoph ein gutes Zeitmanagement. „Man muss seine Woche gut planen. Aber mir macht alles Spaß und so läuft es viel einfacher. Daraus ziehe ich meine größte Motivation“, sagt er offen. Für sein soziales Engagement wurde Christoph im Mai bei der Porsche Nacht der Talente mit dem Turbo2017 ausgezeichnet. „Es war ein echtes Highlight zum Abschluss der Saison und ein sehr besonderes Gefühl, die Auszeichnung zu bekommen“, berichtet er glücklich.

Neben dem Eishockey wartet nun noch eine weitere und neue Herausforderung auf ihn – das Studium. Ihm ist es wichtig, beides zu meistern. Deshalb hat er gezielt nach einem Studienplatz mit der Kombination Psychologie und International Management in Stuttgart und Umgebung gesucht, um weiterhin Eishockey in Bietigheim spielen zu können. „Ich möchte meine Zeit im Jugendbereich der Steelers weiterhin genießen und gleichzeitig in meinem Studium erfolgreich sein. Psychologie hatte ich bereits in der Schule als zweistündiges Fach und Wirtschaft als Hauptfach“, ist er überzeugt. Seinen Fokus hat Christoph schon wieder auf die Vorbereitung und die neue Saison gerichtet. „Man kann sich immer noch individuell verbessern“, sagt er überzeugt. Das Nachwuchstalent hat sich vor allem vorgenommen an seiner Schnelligkeit zu arbeiten. Die Leistung der letzten Saison soll gesteigert werden, denn seine Ambitionen sind nun noch höher.

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